Freitag, 18. April 2008

ID AMBULANZ muss gerettet werden!!!

Uwe Görkes AidsschleifeRegenbogen Für die ID Ambulanz Dortmund



Liebe Leser,

Die nachfolgenden Zeilen erreichten mich gestern Abend aus Schwerte Deutschland von Uwe Görkeund ich finde einen solchen Missstand muss man publik machen!!!





Etwas nervös bin ich ja immer, wenn ich zum Check up in die ID Aids Ambulanz Dortmund fahre aber was ich dort erfahren habe, ist echt der Hammer! Nein, keine Sorge, es betrifft nicht meinen Gesundheitszustand aber es brachte mein Blut ordentlich in Wallung! Da baut sich die ID Ambulanz seit den 90ern einen Patientenstamm von fast 500 Leuten auf, versucht diesen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und jetzt soll sie geschlossen werden. Die Initiatoren sind einige zugelassene Ärzte aus Dortmund in Verbindung mir der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe.


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Offensichtlich fehlt es besagten Ärzten an Patienten und wie kommt man schneller an sie, als durch die Übernahme einer Praxis. Funktionieren soll das nun folgendermaßen: Der HIV und Aids Experte DR. Hower soll mit 100 seiner Patienten in das Dortmunder Klinikum umziehen, die anderen 400 Patienten sollen/müssen sich einen anderen Arzt suchen. Durch den Umzug schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn damit ist die ID Ambulanz räumlich von der Aids Beratung im Gesundheitsamt getrennt. Somit soll den Neupatienten! die Möglichkeit genommen werden, sich sofort an die ID Ambulanz zu wenden.




m zweiten Schritt sollen nun die verbleibenden 400 Patienten auf andere Ärzte verteilt werden. Unter anderem natürlich oder vielleicht hauptsächlich auf die Praxen der Beschwerde führenden Ärzte. Gut ausgedacht aber ohne uns! Das ist mir alles äußerst suspekt, und das bei Ärzten, die doch eigentlich im Sinne des Patienten handeln sollten! WIDERLICH. Sie haben offensichtlich mehr ihr eigenes Wohl im Sinn, als das ihrer Patienten. Man baut doch ein Vertrauensverhältnis zu seinem Arzt auf. Er kennt die intimsten Ängste und Probleme, er gibt Tipps wenn der Druck durch die Gesellschaft einen mal wieder fertig macht. Wo bleibt unsere freie Arztwahl? Welch ein Kleinkrieg, der nun wieder auf dem Rücken der Patienten, ausgetragen wird. Wie ein Stück Vieh kommt man sich dabei vor. So nicht, meine Herren!




Nun seid ihr gefragt, liebe Patienten, denn nun geht es nicht um Farbe, Klopapier oder Gitter vor den Fenstern, sondern um euer Leib, Wohl und eure Versorgung. Ich komme nicht darüber hinweg, jetzt soll Dr. Hower sich wie beim DSDS Casting 100 Patienten heraus picken. Absurd. Wohl denen, die Privatpatienten sind. Nee, is klar!?




Viel Zeit bleibt uns nicht mehr aber ich vertraue auf euch, zeigt euch solidarisch! Schickt mir bitte eine Mail email@uwegoerke.de, mit euren Namen, der Stadt aus der ihr kommt und mit folgendem Text: Ich bin für die Erhaltung der ID Ambulanz in Dortmund. Ich werde eine Liste anfertigen und an die richtige Stelle weiterleiten. Einen Appell auch noch an die Aids Hilfen im Umkreis: Bitte helft den Patienten aus MK/UN/HA/DO/EN, damit sie ihre vertrauensvolle Anlaufstelle behalten. Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, so muß man erst richtig anfangen.




Externe Links zum Thema:


Homepage von Uwe Görke


Blog von Uwe Görke


Die ID Ambulanz Dortmund




Uwe vor der ID Ambulanz in Dortmund




Auszug aus der Pressemitteilung der ID Ambulanz Dortmund


Die ID-Ambulanz besteht als Schwerpunktambulanz des Klinikums Dortmund gGmbH seit 1995 im Gebäude des Gesundheitsamtes Dortmund in Kooperation mit der AIDS-Beratung und AIDS-Prävention des Gesundheitsamtes.


Das Team der ID-Ambulanz bietet Menschen mit HIV/AIDS und chronischer Hepatitis (Leberentzündung) Beratung, Diagnostik, Behandlung und Hilfestellung an. Sie orientieren sich an den aktuellen medizinischen und wissenschaftlichen Standards und leisten einen unersetzlichen Beitrag zur Aufklärung und Vermeidung von neuen Infektionen.




Keiner der Patienten oder andere beteiligter Personen stellt die Kompetenz der niedergelassenen praktischen Ärzte in Dortmund in dieser Sache in frage. Sicher ist nur das an dieser Stelle das Recht auf eine freie Arztwahl massiv untergraben wird und auf dem Patienten an sich keine Rücksicht genommen wird. Hier werden, und da sind sich alle betroffenen Patienten einig, Menschen unter der Hand „verkauft“ und deren Rechte bis aufs schärfste verletzt.




Wir müssen unser Handeln danach beurteilen, was wir damit erreichen.

Herzlich
Andy alias Honigbaerli und Uwe Görke

1 Kommentar:

Uwe Görke mein Leben mit HIV hat gesagt…

Beste Grüsse Andy!Und danke für Deinen Einsatz! Uwe
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Chancen gehen nie verloren. Die man selbst nicht erkennt, nutzen andere. (Uwe Görke=U.G.) (C) www.uwegoerke.de

Ich weiß, ihr wartet auf ein Ergebnis. Aber wie das in der Politik so ist, gibt es vorerst keine Entscheidung. Der Berufsausschuß hat das Anliegen der ID-Ambulanz Dortmund vertagt. Es wird noch auf einige Stellungnahmen gewartet. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen Lippe bleibt dennoch hart. Ihr Ziel: Abbau der Patienten, egal wie. "...wir haben es jahrelang geduldet, nun greifen wir durch..."
Der ID-Ambulanz wurde eine Frist bis zum 30.06.2008 gewährt. Danach geht's ab ins Klinikum und nur 100 Patienten dürfen mit. Der Rest wird aufgeteilt, wie schon erwähnt. Gut zu wissen, dass die Protestgemeinde wächst und wächst. Etliche Anrufe und Briefe ließen nun auch die Institutionen aufhorchen. Die AIDS-Hilfen Soest, Unna und Dortmund, sowie der Verein All Round AIDS und Herzenslust sind mit im Boot. Wir alle gemeinsam für eine gute Sache. Gemeinsam Solidarität zeigen, nicht nur in der Region sondern in ganz Deutschland. Mein Appell an gewisse Gayseiten, Radio- oder TV-Sender. Berichtet doch mal über die ID-Ambulanz Dortmund und was da ab geht. Ich bin sicher, dafür interessieren sich auch Infizierte außerhalb von Dortmund. Berichte über die Papstreise oder über irgendwelche beschissenen Hass-Sänger findet man in jedem Käseblatt, Nee is klar!? Gebt euch einen Ruck und wer sich beteiligen will, kann das gerne tun. E-mail mit Statement, eurem Namen und Ort an mich: email@uwegoerke.de 145 Fürsprecher sind bis jetzt für den Erhalt. Ende der Durchsage.

Die Spende von Sonju di Carmen (ich berichtete Ostern darüber) geht an den erblindeten aidskranken Peter aus Schwerte. Das hat die ID-Ambulanz entschieden. Ich selbst werde ihn die Tage besuchen und die Spende übergeben. Und sofern er will, werde ich demnächst mal über einen Tag aus seinem Leben hier im Tagebuch berichten.

Ich selbst wünsche mir viele Aktionen für den Erhalt der ID-Ambulanz und wenn es im Schwabenland oder im Ruhrgebiet oder in Bayern Probleme gibt, bitte melden. Solidarität ist nicht an Grenzen gebunden. Ge(gay)meinsam sind wir stark. In diesem Sinne bis Montag in alter Manier. Ich zähle auf euch, Uwe.

Inmitten der Schwierigkeit liegt die Möglichkeit .

Bitte schaut auch Artikel in der Rubrik HIV/AIDS/NEWS/AKTUELL

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